{"id":3423,"date":"2021-08-24T20:48:43","date_gmt":"2021-08-24T18:48:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.laudeley.de\/?p=3423"},"modified":"2025-08-19T11:15:40","modified_gmt":"2025-08-19T09:15:40","slug":"24-08-2021-20-jahre-balkonkraftwerke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.laudeley.de\/index.php\/24-08-2021-20-jahre-balkonkraftwerke\/","title":{"rendered":"24.08.2021: 20 Jahre Balkonkraftwerke"},"content":{"rendered":"\n<p>Als der Deutsche Bundestag am 25. Februar 2000 das \u201cGesetz f\u00fcr den Ausbau erneuerbarer Energien\u201d (EEG) beschlie\u00dft, ist Holger Laudeley einer der Ersten, der die gewaltigen Chancen der Photovoltaik erkennt. Die ersten Kilowattstunden aus Photovoltaikanlagen werden mit 99 Pfennigen (0,51 Cent) gef\u00f6rdert. Doch Laudeley reichen die Dachanlagen nicht aus: Er m\u00f6chte ein System entwickeln, mit dem auch Mieter mit Balkon, aber ohne eigenes Dach, an der Energiewende teilhaben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>15 Monate sp\u00e4ter, Anfang Mai 2001, ist es soweit: Laudeley zeigt im Rahmen der Solarmesse Bremen acht, mit kleinem SMA-Wechselrichter (SB700) ausgestattete Solarmodule, die sein Elektrofahrzeug (CityEL) aufladen. Um die f\u00fcr den Stromfluss notwendige Frequenz zu erhalten, schlie\u00dft Laudeley sowohl das Elektroauto als auch die Solarmodule per Schuko-Stecker in einer Dreifachsteckdose zusammen &#8211; und verbindet die Leitung mit dem \u00f6ffentlichen Stromnetz. Ein Messger\u00e4t zeigt: Die elektrische Energie der Solarmodule flie\u00dft nicht ins Netz, sondern l\u00e4dt den CityEL.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/archiv.laudeley.de\/wp-content\/uploads\/Balkonkraftwerk-4.jpg\" alt=\"Das weltweit Erste Balkonkraftwek l\u00e4dt ein Elektroauto.\" class=\"wp-image-3429\" width=\"348\" height=\"226\" srcset=\"https:\/\/archiv.laudeley.de\/wp-content\/uploads\/Balkonkraftwerk-4.jpg 682w, https:\/\/archiv.laudeley.de\/wp-content\/uploads\/Balkonkraftwerk-4-300x195.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 348px) 100vw, 348px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Seine Erfindung, die er an der Hochschule Bremen erstmals demonstriert, nennt der Diplom-Ingenieur (FH) Balkonkraftwerk: \u201cIm EEG steht nirgends geschrieben, dass nur Stromkonzerne oder Hausbesitzer Strom ins \u00f6ffentliche Netz einspeisen d\u00fcrfen.\u201d&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist das technische Prinzip hinter den Balkonkraftwerken denkbar einfach: Das Solarmodul enth\u00e4lt einen sogenannten Mikro-Wechselrichter, dessen Kabel direkt in die auf Balkonen \u00fcbliche Schuko-Steckdose eingesteckt wird. \u201cVon dort sucht sich die elektrische Energie nach dem physikalischen Prinzip des geringsten Widerstands den n\u00e4chsten Verbraucher &#8211; ganz gleich, ob Fernseher, Kaffeemaschine oder Spielekonsole\u201d, so der Experte, der sich seit 1982 mit regenerativer Energieerzeugung besch\u00e4ftigt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Harte Anfangsjahre<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Idee also, deren Zeit gekommen ist? Die Anfangsjahre sind f\u00fcr Unternehmer Laudeley hart &#8211; aus der Erfindung wird nicht unmittelbar ein Gesch\u00e4ftsmodell. \u201cNach der Solarmesse haben wir die Technologie sporadisch weiterentwickelt, und versucht, die Menschen davon zu \u00fcberzeugen. Allerdings ohne Erfolg\u201d, erinnert sich Laudeley.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Hauptgrund: Die hohe, staatlich garantierte Einspeiseverg\u00fctung macht es lukrativ, Photovoltaikanlagen auf dem Dach zu installieren &#8211; und den Strom ins \u00f6ffentliche Netz einzuspeisen. Dort muss er abgenommen werden. \u201cAn Eigenverbrauch dachte damals aufgrund der noch moderaten Stromkosten niemand.\u201d Die Solarmodule hingegen waren zu teuer: F\u00fcr die auf der Solarmesse gezeigten Energieerzeuger investierte Laudeley nicht weniger als 6.000 Euro.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Jahre vergehen, die Preise f\u00fcr Photovoltaikmodule fallen, weil auch China in die Produktion der Module einsteigt. Auf Reisen dorthin beschlie\u00dft Laudeley, Balkonkraftwerke dort fertigen zu lassen &#8211; und im Container nach Deutschland zu bringen. Eines der ersten Resultate im Januar 2012: Laudeley nimmt seine Frau Cornelia und einen Mitarbeiter und montiert das erste Balkonkraftwerk, bestehend aus f\u00fcnf Solarmodulen, am Balkon der Mietwohnung seiner Schwiegermutter in der N\u00e4he von Bremen. Kosten damals: 4.000 Euro.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"739\" src=\"https:\/\/archiv.laudeley.de\/wp-content\/uploads\/Balkonkraftwerk-2-1024x739.jpg\" alt=\"Eine 80j\u00e4hrige attackiert die vier gro\u00dfen Energieversorger: Hanna Bierbrauer.\" class=\"wp-image-3428\" srcset=\"https:\/\/archiv.laudeley.de\/wp-content\/uploads\/Balkonkraftwerk-2-1024x739.jpg 1024w, https:\/\/archiv.laudeley.de\/wp-content\/uploads\/Balkonkraftwerk-2-300x217.jpg 300w, https:\/\/archiv.laudeley.de\/wp-content\/uploads\/Balkonkraftwerk-2-768x554.jpg 768w, https:\/\/archiv.laudeley.de\/wp-content\/uploads\/Balkonkraftwerk-2-1536x1109.jpg 1536w, https:\/\/archiv.laudeley.de\/wp-content\/uploads\/Balkonkraftwerk-2-2048x1478.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Balkon ist nach S\u00fcden ausgerichtet, das Bild geht anschlie\u00dfend um die Welt: Hanna Bierbrauer wird als 80-j\u00e4hrige, die den Energiekonzernen den Kampf ansagt, eine kleine Ber\u00fchmtheit. Der montierte Wechselrichter macht aus Gleichstrom Wechselstrom, der im Haushalt verwendet werden kann. Das Resultat ist sofort zu erkennen: Der damalige Ferraris-Z\u00e4hler in der Wohnung der Rentnerin l\u00e4uft fortan langsamer. \u201cIm Fr\u00fchjahr und Sommer wird das Rad des Stromz\u00e4hlers stehen bleiben und sporadisch r\u00fcckw\u00e4rts laufen\u201d, prognostiziert Laudeley.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Was f\u00fcr die erste Balkonkraftwerk-Kundin weltweit z\u00e4hlt, ist das Gef\u00fchl, ein St\u00fcck Unabh\u00e4ngigkeit von Stromkonzernen zu gewinnen in einer Zeit als RWE, EON, Vattenfall und EnBW von der Energiewende noch lange nichts wissen wollen, und behaupten, Photovoltaik in Deutschland sei ungef\u00e4hr so sinnvoll wie Ananas-Z\u00fcchten in Alaska.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kampf gegen die Konzerne&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist auch dieser Kampf gegen die m\u00e4chtigen Energiekonzerne, der Laudeley unerm\u00fcdlich antreibt, seine Idee der Balkonkraftwerke salonf\u00e4hig zu machen. \u201cWenn sich Millionen Mieter ein Balkonkraftwerk leisten, schl\u00e4gt das nat\u00fcrlich ins Kontor der bislang marktbeherrschenden Unternehmen\u201d, sagt er. Die Konzerne, die sehr gutes Geld mit Kohle- oder Atomstrom verdienen, beginnen, Widerstand zu leisten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Zeit realisiert Laudeley gemeinsam mit den chinesischen Produktionspartnern und einem Investor auch Solarmodule, die einen kleinen Speicher integriert haben. \u201cDurch Zwischenspeicherung kann verhindert werden, dass die wertvolle Energie ohne Verg\u00fctung ins \u00f6ffentliche Stromnetz zur\u00fcckflie\u00dft &#8211; und der Z\u00e4hler r\u00fcckw\u00e4rts l\u00e4uft\u201d, sagt Laudeley. Denn aus Sicht der Energiewende mache es besonders viel Sinn, vor Ort&nbsp; erzeugte Energie auch dort zu verbrauchen, damit Netzausbau oder der Bau von Stromspeichern minimiert werden k\u00f6nne.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hierin liegt auch der Paradigmenwechsel, den Erneuerbare Energien ausl\u00f6sen: 110 Jahre lang war das deutsche bzw. europ\u00e4ische Stromnetz auf wenige, gro\u00dfe Kraftwerke ausgerichtet. Deren fossile Energie wurde bedarfsgerecht \u00fcber Stromnetze auf unterschiedlichen Spannungsebenen bis zu den Verbrauchern transportiert. Mit Erneuerbaren Energien werden Hausbesitzer, Mieter oder Betriebe zu \u201cProsumern\u201d, die ihre Energie mindestens anteilig selbst erzeugen k\u00f6nnen &#8211; ein System aus Million dezentralen Kraftwerken, kombiniert mit wenigen gro\u00dfen Erzeugern, entsteht.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wendepunkt 2012\/13<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Generell ist das Jahr 2012 ein Jahr der Wende f\u00fcr das schleppend laufende Gesch\u00e4ft mit Balkonkraftwerken: Damals entscheidet die schwarz-gelbe Bundesregierung die boomende Solarindustrie in Deutschland durch \u00c4nderungen am EEG zu vernichten. \u201cDamals hatten wir 60 Hersteller von Photovoltaikmodulen in Deutschland. Heute sind es noch drei\u201d, so Laudeley. Zeitgleich steigen die St\u00fcckzahlen bei den Verk\u00e4ufen von Balkonkraftwerken aus China &#8211; doch Qualit\u00e4tsm\u00e4ngel bleiben ungel\u00f6st. Durch wachsende Medienaufmerksamkeit &#8211; das PV Magazine schreibt eine Titelgeschichte zu PV-Guerilla &#8211; werden Beh\u00f6rden aufmerksam, weil auch erste Negativ-Berichte folgen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Doch trotz dieser Probleme geschieht Ende des Jahres auch eine bedeutsame Ver\u00e4nderung: Der Kinofilm \u201cLeben mit der Energiewende 1\u201d, ein Projekt des Filmemachers Frank Farenski, erz\u00e4hlt die Geschichte der Balkonkraftwerke &#8211; und zeigt, wie Holger Laudeley seine Module vor einem Baumarkt direkt von der Liefer-Palette anpreist. \u201cDer erste Farenski-Film lief erfolgreich in den Kinos, weshalb unsere Verkaufszahlen deutlich stiegen\u201d, so Laudeley.<\/p>\n\n\n\n<p>Angestachelt vom Kinofilm trauen sich immer mehr Menschen, den Energiekonzernen zu zeigen, was sie von deren Fokus auf Kohle, Gas und Atom angesichts der Klimakrise halten: Nichts. Doch die Konzerne verst\u00e4rken die Gegenwehr, verbreiten Ger\u00fcchte \u00fcber Sicherheitsrisiken, starten Legal-Illegal-Diskussionen. 2013 gibt es einen ersten Prozess in M\u00fcnchen: E.ON stachelt einen H\u00e4ndler auf, gegen die damalige Firma Sun Invention zu klagen. Sogar das Bundeswirtschaftsministerium sieht sich gen\u00f6tigt, vor Balkonkraftwerken zu warnen &#8211; w\u00e4hrend VDE und DKE gar kein Interesse zeigen, sich mit m\u00f6glichen Normungsfragen zu befassen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cDie Sicherheits- und Anmelde-Problematik waren vorgeschobene Argumente, um den Menschen die Chance, etwas Energie selbst zu produzieren, zu vermiesen\u201d, sagt Laudeley r\u00fcckblickend. Mit gro\u00dfem Aufwand f\u00fchrte der leidenschaftliche Ingenieur Messreihen auf seinem Gel\u00e4nde in Ritterhude durch, schrieb Gutachten \u00fcber die Technologie. \u201cIch habe selbst jahrelang Notabschaltungen nach Br\u00e4nden gemacht, und all das gesehen, was bei unsachgem\u00e4\u00dfem Missbrauch passieren kann. Ich w\u00fcrde daher niemals Kunden mutwillig einer Brandgefahr aussetzen.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sun Invention gibt 2014 auf<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stein des Ansto\u00dfes der Konzerne ist oft der Schuko-Stecker. Dabei werden beispielsweise W\u00e4rmepumpen oder KWK-Anlagen in H\u00e4usern ebenfalls einfach per Schuko-Stecker ans Hausnetz angeschlossen &#8211; und gerade in Winterzeiten konstant hohe Strommengen eingespeist. Vor allem die \u201cBer\u00fchrungssicherheit\u201d des Schuko-Steckers wird angezweifelt &#8211; dabei m\u00fcssen Wechselrichter laut VDE AR4105 mit einer \u201cselbstwirkenden Freischaltstelle\u201d ausgestattet sein, die bewirkt, dass die Produktion innerhalb von Millisekunden beendet wird &#8211; und somit der Stecker gefahrlos ber\u00fchrt werden kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cLiest man die VDE Norm 0100-551 Teil 1 und 2 richtig, wird klar: Genau diese Zusatzfunktion selbst wirkende Freischaltstelle reicht aus, um den Schuko-Stecker ber\u00fchrungssicher zu machen\u201d, so Laudeley.&nbsp; Doch trotz solch vorgeschobener Argumente w\u00e4chst der Druck von Medien, Politik und Stromkonzernen. Weil auch die Qualit\u00e4tsm\u00e4ngel der Ware aus China nicht in den Griff zu bekommen sind, muss Sun Invention Anfang 2014 aufgeben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Neuanfang als e.cube Systems<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Doch in den Folgejahren ergeben sich neue Chancen. Laudeley beginnt &#8211; ohne Gesch\u00e4ftspartner und ohne Investor &#8211; mit e.cube Systems 2014\/15 und eigenem Entwicklerteam eine Neuentwicklung der Produkte. \u201cZiel war es einerseits auf Qualit\u00e4t aus Deutschland zu setzen. Andererseits stieg der Anteil erneuerbarer Energien im Stromnetz derart, dass es auch aus Sicht des \u00f6kologischen Fu\u00dfabdrucks Sinn machte, in Deutschland statt in China zu produzieren.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Den Neuanfang erleichtert zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung aus der Branche: Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Solarenergie setzte sich daf\u00fcr ein, die Gr\u00e4ben zu DKE\/VDE zu schlie\u00dfen. Zus\u00e4tzlich begann Greenpeace Energy einen Prozess gegen die Stadtwerke Hamburg. \u201cDer Hintergrund ist, dass der Energieversorger behauptet, das Solarmodul bei Greenpeace Energy auf dem Dach w\u00fcrde das Stromnetz st\u00f6ren\u201d, so Laudeley. Bis heute ist der Rechtsstreit, den insbesondere Jurist Dr. J\u00f6rn Bringewat f\u00fchrte, nicht abgeschlossen und entschieden.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als Partner f\u00fcr Photovoltaik-Module kristallisiert sich aleo Solar heraus, ein Unternehmen, das in Brandenburg hochwertige Solarmodule herstellt. Der Mikro-Wechselrichter kommt von AEconversion, ebenfalls von einem in Deutschland ans\u00e4ssigen Spezialunternehmen. \u201cDer Auswahl von AEconversion ging eine Testreihe mit ca. 80 Wechselrichtern voraus\u201d, erinnert sich Laudeley. Auf seinem Gel\u00e4nde in Ritterhude hat er Platz und Raum, um gewissenhaft die Entwicklung voranzutreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis 2018 entstehen drei weitere Kinofilme \u201cLeben mit der Energiewende\u201d, die helfen, weitere Verkaufserfolge einzufahren. Das Regelwerk des VDE \u00e4ndert sich nach jahrelangem Kampf durch die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Solarenergie, und holt die Balkonkraftwerke aus der \u201cGuerilla\u201d-Ecke zumindest in einen legalen Bereich. Problem weiterhin: Der VDE als ein privater, technischer Verein mit Empfehlungscharakter, erkennt den Schuko-Stecker weiterhin nicht an.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"739\" src=\"https:\/\/archiv.laudeley.de\/wp-content\/uploads\/Balkonkraftwerk-5-1024x739.jpg\" alt=\"Balkonkraftwerk von Frank Farenski muss abgebaut werden.\" class=\"wp-image-3430\" srcset=\"https:\/\/archiv.laudeley.de\/wp-content\/uploads\/Balkonkraftwerk-5-1024x739.jpg 1024w, https:\/\/archiv.laudeley.de\/wp-content\/uploads\/Balkonkraftwerk-5-300x217.jpg 300w, https:\/\/archiv.laudeley.de\/wp-content\/uploads\/Balkonkraftwerk-5-768x554.jpg 768w, https:\/\/archiv.laudeley.de\/wp-content\/uploads\/Balkonkraftwerk-5-1536x1109.jpg 1536w, https:\/\/archiv.laudeley.de\/wp-content\/uploads\/Balkonkraftwerk-5-2048x1478.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Mittlerweile wehren sich auch Hauseigent\u00fcmer gegen die Nutzung des Balkons als Solarkraftwerk. Filmemacher Frank Farenski, der ein solches in einer G\u00fctersloher Wohnung installierte, muss sein Balkonkraftwerk nach einer erfolgreichen Klage abbauen. Anschlie\u00dfend entscheidet er sich, die Wohnung aufzugeben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>BK-Vertrieb entsteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2019 sind Balkonkraftwerke in Deutschland und vielen anderen L\u00e4ndern der Welt wie etwa den Niederlanden, Italien oder der Schweiz zugelassen und anerkannt. Laudeley gr\u00fcndet eine neue Gesellschaft mit Partnern, optimiert Lieferketten und professionalisiert die Webseiten. \u201cImmer mehr junge Unternehmen dr\u00e4ngen auf einen wachsenden Markt, um Photovoltaik am Balkon endlich salonf\u00e4hig zu machen\u201d, so Laudeley. Im gleichen Jahr wird der Begriff \u201cBalkonkraftwerk.de &#8211; das Original von Mr. Energiewende\u201d gesch\u00fctzt. Mit \u201cLeben mit der Energiewende 5\u201d und Youtube-Videos, in denen Holger Laudeley die Technologie, die Wirtschaftlichkeit aber auch rechtliche Fragestellungen beleuchtet, motivieren immer mehr Menschen, ihre eigene Energiewende durchzuziehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig geht ein speziell f\u00fcr Laudeley entwickeltes Balkonkraftwerk bei aleo Solar in Serie. Die Module werden in einer eigens hergerichteten Halle in Ritterhude zusammengebaut. Mittlerweile geh\u00f6rt auch eine Vielzahl von Klapp-Gestellen und Montagesystemen, die f\u00fcr die Montage am Balkon oder die Aufst\u00e4nderung im Garten optimiert sind, zum Angebot. \u201cHeute kann ich sagen, dass sich der Kampf, der mir durch einen Herzinfarkt beinahe das Leben gekostet h\u00e4tte, aus Sicht der Energiewende gelohnt hat\u201d, sagt Laudeley r\u00fcckblickend. Mittlerweile seien die Balkon-Solarmodule aus Ritterhude als Premium-L\u00f6sung anerkannt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>20 Jahre nach der Erfindung, nach vielen harten K\u00e4mpfen, Entt\u00e4uschungen und R\u00fcckschl\u00e4gen ist die Technik nun f\u00fcr Jedermann verf\u00fcgbar: Und weiterhin ein Symbol f\u00fcr den Kampf gegen die Erderw\u00e4rmung und gegen die Klimakatastrophe.<\/p>\n\n\n\n<p>Links zu den Filmen Leben mit der Energiewende <a href=\"https:\/\/www.lebenmitderenergiewende.de\/filme\/\">sind hier zu finden<\/a>.  Der <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UCdPCrCxcLyL7DQGo3P6ZfUA\">Youtube-Channel von Dennis Witthus<\/a> ist hier\u00fcber erreichbar.<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als der Deutsche Bundestag am 25. Februar 2000 das \u201cGesetz f\u00fcr den Ausbau erneuerbarer Energien\u201d (EEG) beschlie\u00dft, ist Holger Laudeley einer der Ersten, der die gewaltigen Chancen der Photovoltaik erkennt. 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