{"id":3833,"date":"2025-10-26T18:21:55","date_gmt":"2025-10-26T17:21:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.laudeley.de\/?p=3833"},"modified":"2025-10-26T18:48:01","modified_gmt":"2025-10-26T17:48:01","slug":"26-10-25-fairer-wohnstrom-warsch-projekt-in-den-medien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.laudeley.de\/index.php\/26-10-25-fairer-wohnstrom-warsch-projekt-in-den-medien\/","title":{"rendered":"26.10.25: Fairer Wohnstrom: Warsch-Projekt in den Medien"},"content":{"rendered":"\n<p>Seit etwa einem Jahr ist das innovativste Mieterstrom-Projekt Deutschlands am Netz: In Hamburg-Ohlsdorf haben Eigent\u00fcmer Christian Warsch und Holger Laudeley das &#8222;Hamburger Modell&#8220; umgesetzt, das mittlerweile auch als fairer oder solidarischer Wohnstrom bekannt ist. Der Clou: Die 32 Mietparteien des typisch norddeutschen Mehrfamilienhauses erhielten je eine eigenst\u00e4ndige PV-Anlage mit vier Solarmodulen auf dem Dach &#8211; direkt verkabelt mit einem Batteriespeicher von Sunlit im Keller. <\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch glaube, mit diesem Pilotprojekt haben wir das Problem gel\u00f6st \u2013 und hoffentlich schauen sich das m\u00f6glichst viele Vermieter ab\u201c, sagt Warsch <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/taz.de\/Klimaschutz-bei-Mietshaeusern\/!6117497\/\" target=\"_blank\">in der TAZ Nord, die das Projekt k\u00fcrzlich besichtigt hat<\/a> und zielt dabei auf B\u00fcrokratie und Kostenminimierung ab.  \u201eWir haben das schlie\u00dflich so simpel wie m\u00f6glich gemacht.\u201c F\u00fcr die Mieter ist das Ganze ein gro\u00dfer Gewinn, denn die Investitionskosten tr\u00e4gt Christian Warsch, w\u00e4hrend sie selbst lediglich die H\u00e4lfte ihrer Einsparungen als Dach-Pacht an den Vermieter bezahlen &#8211; und somit sofort ihre Kosten reduzieren. Es ist somit eine Art Einspar-Contracting, von der alle Seiten profitieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Dabei bedeutet Einfachheit beispielsweise, dass durch die Direktverkabelung keine 50.000 oder 100.000 Euro f\u00fcr neue Stromz\u00e4hlerschr\u00e4nke investiert werden mussten. So werden wichtige Ressourcen gespart &#8211; denn Elektriker sind bekanntlich ein &#8222;knappes Gut&#8220;. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Zuge des Hamburger Zukunftsentscheids wurde entschieden, dass Hamburg bereits 2040 klimaneutral werden soll &#8211; nicht erst 2045. Seitdem tobt die Debatte \u00fcber Machbarkeit und vor allem: Steigende Mieten durch Sanierung und Umr\u00fcstung. W\u00e4hrend der Mieterverein zu Hamburg geringe Mieterh\u00f6hungen erwartet, zieht Andreas Breiter vom Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen durch die Medien und behauptet, es werde 4,50 Euro teurer &#8211; im Schnitt pro Quadratmeter.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnser Pilotprojekt widerspricht total dem, wovor Andreas Breitner warnt\u201c, ist sich Warsch indes sicher. Denn der Fokus auf die energetische Sanierung durch Photovoltaik im ersten Schritt, sei der bessere Weg im Vergleich dazu, alle W\u00e4nde und Decken zu d\u00e4mmen. &#8222;Mein Ziel f\u00fcr die Mieter ist Warmmieten-Neutralit\u00e4t&#8220;, erkl\u00e4rt Warsch. &#8222;Bedeutet: Wir ziehen aktive Stromproduktion zu sofortiger Einsparung vor, optimieren durch aktiven Einsatz von W\u00e4rmepumpen und ziehen passive Einsparungen durch D\u00e4mmung nach.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Warschs Zielsetzung: Die Warmmieten plus weitere Kosten, die zum Wohnen dazugeh\u00f6ren, sollen durch smarte Kooperation von Wohnungsunternehmen und Mietern konstant gehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Warsch war die Umsetzung des Konzepts vom fairen Wohnstrom mit PV-Anlagen auf dem Dach nur der erste Schritt. Im Geb\u00e4ude liegt Fernw\u00e4rme an, die bislang nicht dekarbonisiert ist. Die Abw\u00e4rme im Raum, in dem die \u00dcbergabestation ist, will Warsch k\u00fcnftig durch eine Brauchwasserw\u00e4rmepumpe nutzen, um die Fernw\u00e4rmekosten zu reduzieren. &#8222;Solarstrom haben wir in 9 Monaten des Jahres genug &#8211; die Warmwasserbereitung muss also nicht nur \u00fcber die Fernw\u00e4rme geregelt werden.&#8220; Vielmehr nutze man also die Abw\u00e4rme der Fernw\u00e4rme durch PV-Strom. Diese Logik macht es sinnvoll, das Dach voll mit Solarmodulen zu belegen, da der Strom sinnvoll abgenommen werden kann. <br><br>In den letzten 12 Monaten hat das Hamburger Projekt f\u00fcr reichlich mediale und politische Aufmerksamkeit gesorgt. F\u00fcr Holger Laudeley ist klar, dass hier sp\u00e4testens seit dem Zukunftsentscheid am 12. Oktober 2025 sehr viel Potenzial steckt, um weitere H\u00e4user entsprechend in Angriff zu nehmen. Zufriedene Mieter und die Warmmietenneutralit\u00e4t immer fest im Blick.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier geht es zum Beitrag der TAZ NORD: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/taz.de\/Klimaschutz-bei-Mietshaeusern\/!6117497\/\" target=\"_blank\">Klimaschutz bei Mietsh\u00e4usern Solarstrom? Geht doch!<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit etwa einem Jahr ist das innovativste Mieterstrom-Projekt Deutschlands am Netz: In Hamburg-Ohlsdorf haben Eigent\u00fcmer Christian Warsch und Holger Laudeley das &#8222;Hamburger Modell&#8220; umgesetzt, das mittlerweile auch als fairer oder solidarischer Wohnstrom bekannt ist. 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